{"id":164,"date":"2008-04-11T20:39:39","date_gmt":"2008-04-11T18:39:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jan-bosschaart.de\/wordpress\/?p=164"},"modified":"2008-06-23T20:42:36","modified_gmt":"2008-06-23T18:42:36","slug":"nur-seine-frau-ist-resistent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bosschaart.de\/blog\/?p=164","title":{"rendered":"Nur seine Frau ist resistent"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ehrung: Michel Oldenburg aus Friesack gilt als \u201eDeutschlands bester Verk\u00e4ufer\u201c<\/strong><\/p>\n<p><em>Wie ein Boulevardblatt mit viel Phantasie und sehr viel Versp\u00e4tung einen Helden der Beratung erschuf.<\/em> <\/p>\n<p>DALLGOW\u2013D\u00d6BERITZ  Wie es aussieht, kann Michel Oldenburg jedem einen Fernseher verkaufen. Nur seiner Frau nicht. Der ist mit technischen Argumenten nicht beizukommen. Ihr Gegenargument ist haushalterischer Natur: \u201eWir haben uns vor drei Jahren einen supertollen, teuren Fernseher gekauft. Wir brauchen keinen neuen.\u201c Vor drei Jahren. Bevor die flachen Fernseher den Markt eroberten, wie Oldenburg mit Leidensmiene betont. Manchmal hat es auch ein Fernsehrverk\u00e4ufer nicht leicht. <\/p>\n<p>Auf seiner Arbeit in einem Elektromarkt im Havelpark Dallgow l\u00e4uft es hingegen blendend: Ein Berliner Boulevardblatt hat den Friesacker Michel Oldenburg diese Woche zu Deutschlands bestem Verk\u00e4ufer erkl\u00e4rt. Wie es dazu kam, ist etwas verworren: Ende 2006 waren Testk\u00e4ufer einer Computerzeitschrift in je einer Filiale der gro\u00dfen Elektrom\u00e4rkte in Deutschland unterwegs. Bei MediMax, Oldenburgs Arbeitgeber, suchten die Testk\u00e4ufer die Dallgower Filiale auf, und f\u00fchlten sich dort so gut beraten, dass sie die Kette zum Sieger erkl\u00e4rten. Das Team war stolz, und schnell war auch klar, wer den Testk\u00e4ufer beraten hatte: Michel Oldenburg. Als besten Verk\u00e4ufer sah er sich deshalb aber nicht. \u201eJeder meiner f\u00fcnf Kollegen h\u00e4tte das genau so gemacht\u201c, sagt er. So war er nicht wenig erstaunt, als das Boulevardblatt bei ihm klingelte. Seitdem ist Oldenburg eine kleine Ber\u00fchmtheit. Er wird beim Mittagessen angesprochen, von Kunden, und auch die \u00fcbrige Presse ist auf ihn aufmerksam geworden: ein Fernsehteam hat sich angemeldet, auch die hauseigene Mitarbeiterzeitschrift will ein Interview. Soviel Trubel hat Michel Oldenburg noch nicht erlebt, und dass, obwohl er schon seit 13 Jahren im Havelpark arbeitet. Momentan jedenfalls genie\u00dft er seine etwas unfreiwillige Ber\u00fchmtheit, die ihn ja auch nicht grundlos ereilte: Der Verk\u00e4ufer ber\u00e4t mit Leidenschaft, er entzaubert auch mal Marketingfloskeln, und wenn ein Kunde mit dem neuen Ger\u00e4t nicht klarkommt, lotst er ihn am Telefon durch die Bedienung. Schlie\u00dflich kommen zufriedene Kunden wieder, und Verk\u00e4ufer bei MediMax erhalten bei jedem Kauf eine Provision. Sollten seine Einnahmen durch die neue Ber\u00fchmtheit demn\u00e4chst steigen, wer wei\u00df, vielleicht reicht es dann auch bei ihm zu einem Flachbildfernseher. Haushalterische Argumente hin oder her. <\/p>\n<p><em>Erschienen am 11.04.2008<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ehrung: Michel Oldenburg aus Friesack gilt als \u201eDeutschlands bester Verk\u00e4ufer\u201c Wie ein Boulevardblatt mit viel Phantasie und sehr viel Versp\u00e4tung einen Helden der Beratung erschuf. DALLGOW\u2013D\u00d6BERITZ Wie es aussieht, kann Michel Oldenburg jedem einen Fernseher verkaufen. Nur seiner Frau nicht. Der ist mit technischen Argumenten nicht beizukommen. 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