{"id":285,"date":"2007-09-25T17:43:49","date_gmt":"2007-09-25T15:43:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jan-bosschaart.de\/wordpress\/?p=285"},"modified":"2014-04-02T17:48:20","modified_gmt":"2014-04-02T16:48:20","slug":"schieserei-in-der-rotunde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bosschaart.de\/blog\/?p=285","title":{"rendered":"Schie\u00dferei in der Rotunde"},"content":{"rendered":"<p><strong>Tom Tykwer lie\u00df das Guggenheim-Museum in Babelsberg nachbauen <\/strong><\/p>\n<p>Dass es wirklich passte, sei die gr\u00f6\u00dfte Sensation gewesen, sagt Produktionsdesigner Uli Hanisch. Die Suche nach einem passenden Gel\u00e4nde hatte er schon fast aufgegeben, doch dann kam Babelsberg: Ein alter, ein \u201eruin\u00f6ser\u201c Lokschuppen, wie Hanisch betont, rettete den Plan. Dieser Plan besagte, dass f\u00fcr Tom Tykwers neuen Film \u201eThe International\u201c eine wilde Schie\u00dferei in der ber\u00fchmten Rotunde des New Yorker Guggenheim-Museums notwendig ist. Aus technischen, filmischen und musealen Gr\u00fcnden kam ein Dreh am Originalschauplatz nicht in Frage, also musste nachgebaut werden. Doch welches Geb\u00e4ude hat die Ausma\u00dfe, die Rotunde im Originalma\u00dfstab \u2013 40 Meter Durchmesser, 15 Meter H\u00f6he \u2013 aufzunehmen? Die Filmstadt konnte weiterhelfen.<br \/>\nDoch bevor das \u201eGug\u201c in Babelsberg, wo seit gestern gedreht wird, entstehen konnte, hatten die G\u00f6tter den Schwei\u00df gesetzt: W\u00e4hrend das Original in 16 Jahren erbaut wurde, hatte das Team um Bauleiter Dirk Grahlow nur 16 Wochen Zeit. Zun\u00e4chst musste der Schuppen geflickt werden \u2013 alte Schienenstr\u00e4nge verschwanden unter Asphalt, das Geb\u00e4ude wurde gegen Wind und Regen gesch\u00fctzt, gro\u00dfe Teile des Daches bedurften einer neuen Abdichtung. Zwei Wochen teure Sanierung waren das, erz\u00e4hlt Hanisch, der f\u00fcr Tom Tykwer auch schon das Set im \u201eParfum\u201c baute. Nach weiteren vier Wochen Entwicklungszeit kam dann wieder Dirk Grahlow zum Zuge: Innerhalb von nur zehn Wochen musste die Rotunde im Lokschuppen entstehen: eine umlaufende Ger\u00fcstkonstruktion mit innenliegenden Strahltr\u00e4gern. 40 Leute arbeiteten fast rund um die Uhr und sechs Tage pro Woche daran, verbauten 7000 Kubikmeter Ger\u00fcst, 3000 Tonnen Stahl und acht Kilometer Kantholz.<br \/>\nDas Ergebnis tr\u00e4gt nicht nur Dutzende von Menschen, sondern erzielt die selbe \u201eRaumwirkung\u201c wie das Original, wie Uli Hanisch stolz berichtet. Guggenheim-Mitarbeiter aus New York haben sich bereits angek\u00fcndigt, um sich davon zu \u00fcberzeugen. Sie halfen w\u00e4hrend der Konzeptions- und Bauphase kr\u00e4ftig mit, etwa, indem sie Hanisch die Originalbaupl\u00e4ne \u00fcberlie\u00dfen. Uli Hanisch ist vollauf begeistert: \u201eEs hat wirklich auf 50 Zentimeter genau reingepasst\u201c, sagt er und sch\u00fcttelt noch immer ungl\u00e4ubig den Kopf. Dem Team von Dirk Grahlow bescheinigt er \u201eeine Riesenleistung\u201c, doch der dr\u00fcckt sich bescheiden in den Hintergrund. Auch Tom Tykwer ist begeistert. Mit Hilfe von 30 Beamern sollen Video-Kunstwerke auf ebenso vielen Leinw\u00e4nden die Szene beleuchten, verr\u00e4t er. Hanisch, mit dem Tykwer regelm\u00e4\u00dfig zusammenarbeitet, habe sich selbst \u00fcbertroffen: \u201eSolchen Wahnsinn hat noch niemand gemacht\u201c, sagt der Regisseur und l\u00e4chelt. Dem stimmt sogar Dirk Grahlow zu: \u201eDas war das Komplizierteste, was ich je gemacht hab.\u201c <\/p>\n<p><em>Erschienen am 25.09.2007<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tom Tykwer lie\u00df das Guggenheim-Museum in Babelsberg nachbauen Dass es wirklich passte, sei die gr\u00f6\u00dfte Sensation gewesen, sagt Produktionsdesigner Uli Hanisch. Die Suche nach einem passenden Gel\u00e4nde hatte er schon fast aufgegeben, doch dann kam Babelsberg: Ein alter, ein \u201eruin\u00f6ser\u201c Lokschuppen, wie Hanisch betont, rettete den Plan. 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