{"id":628,"date":"2008-10-17T00:00:32","date_gmt":"2008-10-16T22:00:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jan-bosschaart.de\/wp\/?p=628"},"modified":"2008-10-25T21:49:28","modified_gmt":"2008-10-25T19:49:28","slug":"wadenkrampf-und-freudentranen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bosschaart.de\/blog\/?p=628","title":{"rendered":"Wadenkrampf und Freudentr\u00e4nen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wettbewerb: Bademode im Bierdunst: Auf dem Diedersdorfer Oktoberfest wurde wieder eine Miss gesucht<\/strong><\/p>\n<p><em>Sie konnten sich direkt f\u00fcrs Landesfinale der \u201eMiss Germany\u201c qualifizieren, die elf Teilnehmerinnen im Vorausscheid.<\/em><\/p>\n<p>DIEDERSDORF| Der Wadenkrampf sollte sich am Ende lohnen. Doch vor die Sch\u00e4rpe haben die G\u00f6tter den Schmerz gesetzt: Nicole Reimer l\u00e4chelte eisern durch, aber \u00fcber ihren 10-Zentimeter-Stiletto-Abs\u00e4tzen krampften die Wadenmuskeln erkennbar. Doch was soll man tun, wenn man nur 1,60 Meter gro\u00df ist, aber trotzdem Miss Germany werden m\u00f6chte?<br \/>\nSie hatte auch noch die l\u00e4ngste Stehzeit, die 21-j\u00e4hrige Berlinerin, denn ihr war die Startnummer 1 zugelost worden. Im cremefarbenen Abendkleid musste sie am Mittwochabend als erste auf den wei\u00df-blau karierten Laufsteg im Diedersdorfer Oktoberfestzelt, zehn weitere Miss-Anw\u00e4rterinnen folgten. Das Zelt war nur gut halb voll, aber die Stimmung \u2013 auch dank gen\u00fcgend Ma\u00dfkr\u00fcgen \u2013 von Beginn an gut. Zweimal auf und ab, unter den pr\u00fcfenden Blicken der Jury, dann galt es, ein einmin\u00fctiges Kurzinterview zu \u00fcberstehen, das von Moderatorin Carmen Franke mit einer Vorstellung eingeleitet wurde. So erfuhren die staunenden G\u00e4ste, dass Nicole eine Violine spielende Reisekauffrau sei, die gern nach Griechenland reist und ihre Ma\u00dfe 84-58-84 betr\u00fcgen. Nuria, deren Name nach eigenem Bekunden \u201eso was wie Sonnenaufgang auf arabisch oder j\u00fcdisch oder so\u201c bedeutet, turnt gern am Trapez und hat im \u00dcbrigen 82-52-89, war zu erfahren. Die 17-j\u00e4hrige Jennifer, 84-62-92, kann vier Sprachen, will Stewardess werden und hatte das Preisschild unter den Schuhen kleben lassen. Denise, 25, beeindruckte das Publikum mit einem bedrohlich ausladenden Dekollet\u00e9 und dem Hinweis, Cocktails seien ihr gr\u00f6\u00dftes Hobby. Schlie\u00dflich kam Juliane, 86-68-99, Polizistin und Exsoldatin \u2013 \u201eweil ich f\u00fcr mein Leben gerne schie\u00dfe\u201c \u2013, die als besonderes Talent die F\u00e4higkeit zum Telefonieren beim Autofahren nannte, zur Freude des bierseligen Publikums, als Hobbys Reiten und ihre zwei Katzen (Zuruf: \u201eGeil! Drei Muschis zuhause!\u201c) aufz\u00e4hlte. Sie durften noch zwei-, dreimal paradieren, dann wurde der Ruf der Menge (\u201eAusziehen! Ausziehen!\u201c) erh\u00f6rt, und die elf m\u00f6glichen Missen verschwanden, um sich in Bademode zu werfen.<br \/>\nIm gr\u00fcn-blauen Tankini kehrten sie einige Saalrunden sp\u00e4ter zur\u00fcck, und das Spiel wiederholte sich. Das Publikum goutierte das entweder enthemmt-gr\u00f6hlend mit \u201eMach-Dich-nackig\u201c-Rufen oder fachlich-absch\u00e4tzig mit ausgefeilten Potenzialanalysen: \u201eGanz annehmbar\u201c, urteilte ein Herr im Anzug, \u201ekommerziell kaum verwertbar\u201c, entgegnete ein anderer, und ein dritter diagnostizierte k\u00fchl hier und da \u201eHautstrukturprobleme an den Oberschenkeln\u201c. In der Tat zeigte sich, dass es nur ein Vorausscheid war: Von zu gro\u00dfen Schritten bis Trampeln, von Speckr\u00f6llchen bis zu viel Push-Up, von unnat\u00fcrlichem Dauerl\u00e4cheln bis dem gef\u00fcrchteten \u201eOh-Gott-sind-diese-Abs\u00e4tze-hoch\u201c-Gang waren alle Anf\u00e4ngerfehler mehr oder minder h\u00e4ufig vertreten. Carmen Franke aber moderierte \u00fcber solche Spitzfindigkeiten elegant hinweg, und den meisten G\u00e4sten waren diese Nickligkeiten ohnehin l\u00e4ngst egal. Nachdem alle Sponsoren zum wiederholten Male aufgez\u00e4hlt waren und die Jury ihre Punktelisten abgegeben hatte, riss der DJ mit \u201eHeidi\u201c, \u201eBiene Maja\u201c und dem \u201eHolzmichl\u201c das Publikum von den B\u00e4nken, und eine Stunde sp\u00e4ter standen die Siegerinnen fest: Nicole Reimer wurde f\u00fcr ihre verh\u00e4rtete Wadenmuskulatur mit dem ersten Platz, Sch\u00e4rpe und Krone, einem Ring, Champagner und zahllosen anderen Preisen entsch\u00e4digt, die anwesenden Eltern wollten vor Stolz schier platzen, Carolin Ludwig (84-62-92) wurde Vize-Miss Schloss Diedersdorf, Platz drei ging an Merit B\u00fcttner. Damit hatten sich drei Berlinerinnen durchgesetzt. Die Siegerin darf nun zum Landesausscheid und k\u00f6nnte sich dort f\u00fcr das Bundesfinale qualifizieren.<\/p>\n<p><em>Erschienen am 17.10.2008<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wettbewerb: Bademode im Bierdunst: Auf dem Diedersdorfer Oktoberfest wurde wieder eine Miss gesucht Sie konnten sich direkt f\u00fcrs Landesfinale der \u201eMiss Germany\u201c qualifizieren, die elf Teilnehmerinnen im Vorausscheid. DIEDERSDORF| Der Wadenkrampf sollte sich am Ende lohnen. 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